Autismus (und ADHS), damit kann man Geld verdienen

Hört sich seltsam an, oder?

Seit über 12 Jahren beschäftige ich mich nun schon mit der Thematik Autismus.

Und ganz zu Anfang war ich erschlagen von den „Informationen“.

Wie sich erst später herausstellte, waren es in der Hauptsache allerdings keine guten Informationen.

Von der absolut defizitären Sicht bis zur Heilung fand ich ALLES.

Vorne weg viele gesponsorte Seiten, was ich allerdings erst viel später richtig einordnen lernte.

So viele Hochglanzseiten, die alles versprachen.

Mein Glück bzw. das Glück meiner Kinder war, dass es überall endlos lange Wartelisten gab.
Also hatte ich Zeit, und WIEDER das Glück, mich über die Selbsthilfe austauschen zu können.
Den Autistinnen und Autisten ist es zu verdanken, dass ich schnell von 99% der „Informationen“ und „Angebote“ Abstand nahm. Weiterlesen „Autismus (und ADHS), damit kann man Geld verdienen“

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Begrifflichkeiten vs. Ideen

Ich hatte gestern eine relativ lange Diskussion um einen Begriff.

Dieser Begriff ist ein Kunstwort, welches helfen soll den Blick auf das Kind zu verändern.

Die Idee, den Blick auf das eigene Kind zu verändern finde ich sehr gut.

Die Idee, darüber MIT dem Kind einen Weg zu finden statt GEGEN das Kind zu arbeiten, ist vernünftig.

Die Bedürfnisse  des Kindes erkennen zu lernen und wert zu schätzen ist wichtig.
Den Bedürfnissen des Kindes Raum zu geben ebenfalls.

Peggy hat meine gestrige Diskussion wohl zum Anlass genommen, diesen Blogpost zu schreiben.
Er greift gut die Stimmungslage auf, wo wir derzeit in der modernen Erziehung stehen. Also den Widerspruch zwischen althergebrachter Erziehung, fußend auf Haarer, und modernen Strömungen wie zum Beispiel Attachment Parenting.

JA, die Entwicklung weg von „das Kind schreien lassen, bis es vor Erschöpfung einschläft“ ist wichtig. Und da ist noch sehr viel Arbeit zu tun, wie die Diskussion um die „Elternschule“ bewiesen hat.

Der Begriff „gefühlsstark“ hilft Eltern, die verständliche Angst vor Auswüchsen in der Diagnostik haben, wie sie um den Fall Winterhoff sichtbar wurden.

Und ja, in vielleicht 50 Jahren ist die Inklusion in Deutschland so weit fortgeschritten, das frühe Diagnostik von Autismus oder ADHS nicht mehr diese Relevanz hat, wie sie sie für das heutige Schulsystem besitzt. Weiterlesen „Begrifflichkeiten vs. Ideen“

Ein Schreckgespenst geht um – Studien die Vierte

Vor einer Autismus-Spektrum-Diagnose bei ihren Kindern haben Eltern Angst.

Und warum?

Weil ihnen Angst gemacht wird.

Ihnen wird Angst gemacht mit fehlender Inklusion.
Ihnen wird Angst gemacht, dass ein behindertes Kind nur Kosten und Leid bedeuten.
Und das man das unbedingt verhindern muss.

Es wird ein Schreckensszenario aufgebaut. Weiterlesen „Ein Schreckgespenst geht um – Studien die Vierte“

Corona – Leben mit der Unwägbarkeit …

… für AutistInnen nicht gerade einfach.

Und Unwägbarkeiten haben wir gerade zu Hauf.

Es fängt mit der Internetleitung an, die nicht stabil läuft. Einmaliges runterladen von Dateien, oder hochladen von Ergebnissen funktioniert.
Anders sieht es bei Zoom-Veranstaltungen aus.

Wenn da ein Wackler (und der ist bei alten Überlandleitungen wörtlich zu nehmen – Wind ist sehr ungünstig) in der Leitung ist, fliegt man direkt aus der Veranstaltung raus. Und wenn der Veranstaltende nicht darauf achtet, kommt man so leicht auch nicht wieder rein.

Überhaupt, Zoom-Veranstaltungen.
Wie oft kommt meine Große rein und beschwert sich darüber wie laut und unkoordiniert diese Veranstaltungen sind.
Nettiquette und vor allem zuhören scheint für Einige echt zu viel zu sein.

Weiter geht es mit der Maskenpflicht.

Ich bin ein Befürworter von Masken. Auch wenn derzeit nicht sicher ist, wie sie exakt wirken. Allerdings ist es für meine Kinder nicht gerade einfach, diese zu (er)tragen.

Meine Kleine meinte, vieles ist Kopfsache. Auch die Sache mit der korrekten Atmung, um die Lunge nicht zu belasten.
Nur, Kopfsache heißt auch, dass der Kopf da eben mit der Maske beschäftigt ist und nicht mehr viele Ressourcen für weitere Aktionen wie z. B. Lernen frei bleiben. Weiterlesen „Corona – Leben mit der Unwägbarkeit …“

Corona, ist nun für AutistInnen alles einfacher?

Man könnte den Eindruck gewinnen, dass ja.

Aber reell betrachtet, NEIN.

Weil, jede/e AutistIn lebt ein anderes Leben.

Oh Wunder.

Ja, es gibt Dinge die nun leichter sind.
Das Händeschütteln fällt weg, manche schriftlichen Kommunikationswege beginnen sich fester zu etablieren, es herrscht in einigen Bereichen nun mehr Ruhe und der tägliche Spießroutenlauf der sozialen Kommunikation ist auf ein Minimum reduziert.

Aber es fallen auch viele Strukturen und Routinen weg.
Bei einigen gibt es Probleme bzgl. Nahrungsmitteln die nun kaum oder nur in kleinen Mengen zu bekommen sind und die Umstellung auf andere, erreichbare Nahrungsmitteln ist problematisch. Weiterlesen „Corona, ist nun für AutistInnen alles einfacher?“