Gastbeitrag: Vom „Anderssein“ und den anderen, die anders sind

von „Das autistische Chamäleon“
(ich wurde gebeten hier keinen Link zu setzen, um die Anonymität zu sichern)

Ich bin Autist. Dies äußert sich bei mir, neben unzähligen anderen Dingen, gelegentlich auch in Form einer „naiven Offenherzigkeit“ gegenüber Menschen, die ich mag (oder zumindest schätze). Es ist Teil meiner Persönlichkeit und meiner Behinderung zugleich; und nichts, wofür ich mich schämen SOLLTE. Denn es gehört zu der Art, wie ich (selektiv!) kommuniziere: offen, fragend, aufrichtig – gelegentlich auch besorgt – und dabei doch stets um den richtigen „Takt“ bemüht. Aber leider empfinden manche Menschen als anstrengend (oder gar störend), was sie in Wahrheit als höchste „Auszeichnung“ betrachten sollten, die ihnen von mir zuteil werden kann: mein echtes Interesse an ihnen als Mensch.

Doch dass dies leider nur die Allerwenigsten verstehen, ist mir überdeutlich bewusst. Denn ich habe es im Laufe der letzten 38 Jahre auf die harte Tour lernen müssen. Tatsächlich wurde und wird es mir immer wieder „an den Kopf geworfen“ (Redewendung), so lange ich zurückdenken kann. Und doch kommt es für mich jedes einzelne Mal wieder aus dem Nichts, wie ein Hammer. Weiterlesen „Gastbeitrag: Vom „Anderssein“ und den anderen, die anders sind“

Weltautismustag 2019 und 10 Jahre UNBRK – die Selbstvertretung

Ich möchte diesen Beitrag all den AutistInnen widmen, die sich in der Selbstvertretung stark machen.
Denn wir brauchen gerade für die autistischen Kinder und Jugendlichen positive Role Models.

Das vergessen wir Eltern, auch ich, zwischen Schulwahnsinn und Behördenirrsinn leider zu oft. Weiterlesen „Weltautismustag 2019 und 10 Jahre UNBRK – die Selbstvertretung“

Die Sache mit dem „Stempel / Etikett“

Reduzier Dein Kind doch nicht auf den Autismus.
Ist Dein Kind nicht mehr als nur Autist?
Mit der Diagnose ist Dein Kind doch abgestempelt und erhält keine Chancen mehr.
Geben Sie die Diagnose an der Schule besser nicht bekannt, wer weiß wie die das auffassen.
Ihr ruht Euch doch auf der Diagnose aus.
Du nimmst Deinem Kind den Entwicklungsraum.
Steck Dein Kind doch nicht in eine Schublade.

So oder so ähnlich habe ich es in den letzten 8 Jahren so oft gehört und gelesen.

Ich habe mal persönlich zu einem Arzt in der Klinik gesagt, Weiterlesen „Die Sache mit dem „Stempel / Etikett““

Both sides – beachtet doch auch bitte die Belastung der Eltern

oder

  • der Therapeuten
  • der Schulbegleiter
  • der Lehrkräfte
  • der Betreuer
  • der Mitschüler
  • der Arbeitskollegen
  • der Mitmenschen

Für die ist es doch auch schwierig… Weiterlesen „Both sides – beachtet doch auch bitte die Belastung der Eltern“

Es ist nur Autismus VI – Eltern können dazulernen

So einfach
und doch
so schwer.

Hier im Blog habe ich schon öfter beschrieben, wie lange wir für die Diagnosefindung bei den Kindern gebraucht haben.

Nach April 2010, als die Diagnose beim Ältesten dann endlich stand, habe ich begonnen mich eingehender damit zu beschäftigen, was Autismus eigentlich heißt.

Ich hatte ja immer noch dasselbe Kind vor mir, dass mir so nah war und ist, wie vor der Diagnose.

Nur die Merkwürdigkeiten, an denen sich die Umwelt dauernd gestoßen hatte, hatten nun einen Namen.

Also las ich (bekennender Vielleser) alles, was ich in die Finger bekommen konnte. Weiterlesen „Es ist nur Autismus VI – Eltern können dazulernen“