Finde den Fehler

Eltern, die sich für ihr autistisches Kind einsetzen und Inklusion sowie Akzeptanz einfordern – machen Arbeit.

Eltern autistischer Kinder, die laut jammern über ihr persönliches Leid erhalten Zuspruch und Verständnis.
Das dies auf dem Rücken der autistischen Kinder passiert und leider auch seltsame Therapien als Angebot beinhaltet, bleibt unberücksichtigt.

Sogar vom Jugendamt und von den Schulen.

Eltern, die Rechte für ihre Kinder einfordern, werden als

  • unangenehm
  • nervig
  • rücksichtslos
  • Paragrafenreiter
  • unwissend
  • die Behinderung des Kindes nicht akzeptierendso wie noch vieles mehr beschrieben.

Jemand nannte eine liebe Freundin dafür mal „Inklusionsfurie“.

Warum ist das eigentlich so?

Ich habe das Thema bereits in Rants zu Dankbarkeit und Wertschätzung sowie über das Hilfesystem angeschnitten.

Warum ist es gesellschaftsfähiger über das autistische Kind und die Belastung dadurch zu jammern?

Warum wird in dem obigen Bild der Autismus verantwortlich gemacht, dass das Kind Kuchen gemopst hat?

Wie schnell wird dafür eine Therapie gefunden, damit das Kind eben keinen Kuchen mehr mopst?

Warum ist das „Leid“ dieser Mütter wichtiger bzw. interessanter, als der Kampf um Menschenrechte?
Denn um nichts anderes kämpfen Eltern autistischer Kinder, wenn sie für deren Rechte einstehen.

Ist es Gaffertum?

(ja, das Thema ist ein anderer Aspekt von Märtyrermüttern/-eltern, aber nicht weniger wichtig)

Ich hab nicht selten den Verdacht, dass es leichter ist „Leiden“ mit einem Herzchen zu quittieren.
Und das „Kampf um Menschenrechte“ unangenehm ist, denn es könnte  dazu führen selber handeln zu müssen.

Sei es nun

  • die eigene Einstellung überprüfen zu müssen
  • zu unterstützen
  • aktiv sich einzusetzen

es ist für die Vielen zu anstrengend.

Sie müssten raus aus ihrer Komfortzone.

Ehrlich, wenn all die Leidenden Entscheidungs- und Kostenträger dazu verleiten mehr invasive „Therapien“ zu genehmigen oder gar den Weg auf die Förderschule zu empfehlen bzw. Internatsbeschulung anzuraten, dann habt ihr „Leidenden“ und ihr „Leidkuschler“ Schaden angerichtet.

In 90% der Fälle bin ich mir sicher, dass ihr all das nicht wollt.
Aber es ist das Resultat des Verhaltens von Euch „Leidenden“ und „Leidkuschlern“.

Ihr lebt falsche Solidarität, liebe „Leidkuschler“.

Nur weil Ihr Euch in Eurem Safespace sicher fühlt.
Kleine Info, es ist im Endeffekt behindertenfeindlich.

Ein Gedanke zu „Finde den Fehler“

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