Nachfragen unerwünscht

Derzeit wird in Bayern eine Autismus-Strategie erarbeitet.

Dies wurde im Februar 2018 bekannt und anfangs sollte dies nur mit den etablierten Versorgern besprochen werden.

Schon damals habe auch ich mich engagiert, weil eine Autismus-Strategie in einem Bundesland schnell als Blaupause für andere Bundesländer gelten kann.

Im Juni 2018 kam dann folgendes

Ziemlich schnell war aber klar, dass Mitarbeit von Menschen außerhalb Bayerns nicht gerne gesehen war.

Leider kann ich die Tweets, wo dies explizit gefordert wurde nicht verlinken, da die heutige Moderatorin der Projektgruppe AutistInnen Silke Wanninger-Bachem ihren Twitter-Account gelöscht hat. Der von ihr erwähnte Widerspruch richtete sich im übrigen darauf, dass unter anderem ich darauf hinwies, wie wichtig es ist, ein möglichst breitgefächertes Bild der Bedarfe aller AutistInnen zu ermitteln. Es ginge doch um Bayern.
Nun ja.

Nur noch ganz selten las ich etwas zur Autismus-Strategie auf den Blogs der Moderatoren der Projektgruppe AutistInnen. Und wenn es etwas zu lesen gab, ging es nie um Informationen zur Strategie.
Auch hier, nun ja.

Wie habe ich mich da gefreut, dass Aleksander Knauerhase letzte Woche nun bei der Projektgruppe der AutistInnen nachgefragt hat.

Das sind meines Erachtens sehr wichtige Punkte und es ist mir wichtig zu wissen, wie die AutistInnen sich in diesen Punkten positionieren.
Dass nicht alles durchgehen wird, ist mir durchaus klar. Aber Haltung zeigen und Bedarfe benennen, dafür ist doch diese Projektgruppe verantwortlich, oder nicht?
Nun ja.

Weil ich nichts mehr hörte, habe ich auf Twitter nachgefragt.

Es erstaunte mich sehr, also fragte ich weiter

Die Aussage von Birke Opitz-Kittel erstaunte mich noch mehr. Also fragte ich weiter.

Zur Erklärung wer @Snck3rs ist, es geht um Thomas Schneider, der im Laufe der Diskussion ebenfalls seinen Twitter-Account löschte.

Ich bin froh darum, gefragt zu haben welche Antworten er gab, da ich zu dem Zeitpunkt bereits von ihm geblockt war und es nun Screenshot davon gibt, was er schrieb. Diese sind nachvollziehbar im zuletzt verlinkten Thread nachzulesen. Den Grund für den Block kann ich nur erahnen, da es Tage vorher einen seltsamen Tweet von Thomas Schneider gab, den ich kommentiert habe. Ob dem so ist, weiß ich allerdings nicht und ich denke, ich werde diesbezüglich keine Antwort erhalten.

Nochmal, nun ja.

Ich schrieb noch folgendes

Und ja, das ist mein persönlicher Eindruck, der durch intransparente Kommunikation seitens der Moderatorinnen entstanden ist.
Gerade deswegen fragte ich nochmal genauer nach.

Und ich kann mich Mela Eckenfels nur anschließen

Die von Birke Opitz-Kittel genannte Möglichkeit finde ich immer noch eine gute Idee.

Ich habe dann noch eine Tweetkette geschrieben, weil es mir wichtig ist, was bei der Autismus-Strategie in Bayern rauskommt. Schließlich wird sie mit ziemlicher Sicherheit als leuchtendes Beispiel für die anderen Bundesländer herhalten. Egal, ob das was rauskommt für AutistInnen gut ist.

Und ja, ich habe auch diese Tweets geschrieben

Und ja, ich möchte immer noch wissen, wie die Haltung der Projektgruppe AutistInnen innerhalb der Autismus-Strategie ist, denn Probleme wie diese

lösen sich nun wirklich nicht dadurch auf, dass wir alle brav abnicken, was uns am Katzentisch serviert wird.

Warum ich nun statt eines Textes all diese Tweets hier zitiere?

Heute Morgen habe ich diesen Text von Silke Wanninger-Bachem lesen „dürfen“.

Wenn die Meinungsmacher auf Twitter dazu aufrufen, Krawall zu machen, dann erreichen sie doch nichts. Nach außen entsteht so nur das Bild von querulatorisch veranlagten Autisten und Angehörigen, mit denen keine konsensorientierte Zusammenarbeit möglich ist, also diametral entgegengesetzt zu unserer Intention, in der Strategieentwicklung als partizipativ mitarbeitende Autisten / Angehörige auf Augenhöhe wahrgenommen zu werden.

Ihr dürfte Euch nun gerne ein eigenes Bild davon machen, ob ich zu Krawall aufgerufen habe. Gelöscht wurde von mir nichts und auch andere Twitteruser, die nachfragten oder kommentierten, haben meines Wissens keine Tweets gelöscht.

Was mir wichtig ist:
Pseudonym ist ungleich Anonym

Ach und noch etwas, da beide Moderatoren bereits Texte gelöscht haben, habe ich diese archiviert, genauso wie diese Diskussion.
Ich empfinde es im übrigen mehr als seltsam, dass man einen hochgradig angreifenden Text schreibt, aber nicht Ross und Reiter benennen mag. Was soll damit erreicht werden?
Außer natürlich man möchte eine ungenannte Menge Menschen verunglimpfen. Das ist zumindest mein persönlicher Eindruck.
Gut finde ich ein solches Verhalten nicht.

Was bleibt ist mein Resümee, dass Nachfragen nicht erwünscht sind.

Update 12.03.2019

Ich habe jetzt noch einmal genauer nachgelesen und muss feststellen, dass Partizipation von den Moderatoren der Projektgruppe AutistInnen der Autismus-Strategie Bayern wohl anders verstanden wird, als es das allgemeine Sprachverständnis hergibt. Ich hatte Partizipation unter anderem immer mit Mitwirkung, Mitbestimmung, Mitsprache, Einbeziehung in Verbindung gebracht, gerade wenn es um größere Projekte geht und viele Menschen einbezogen werden sollen.

Bei Thomas Schneider kann man unter anderem lesen,

Sollten Fragen zur Erarbeitung der Autismus-Strategie oder der Projektgruppenarbeit auftreten, stehen Silke und Ich euch gerne mit näheren Informationen zur Verfügung. Bitte versteht, dass wir allerdings keine Informationen zu Interna veröffentlichen werden, um die Projektgruppe vor Angriffen von außen zu schützen.

Und auch bei Silke Wanninger-Bachem steht

Wenn ihr Fragen zur Erarbeitung der Autismus-Strategie oder der Projektgruppenarbeit habt, werden Thomas und ich euch diese im Rahmen unserer Möglichkeiten gerne beantworten. Bitte habt Verständnis, dass wir Informationen zu internen Projektgruppenvorgängen oder Protokolle aber nicht veröffentlichen werden. Das hat nichts mit mangelnder Transparenz zu tun, sondern dient dem Schutz der Projektgruppe und ihrer Mitglieder.

Ich kann mich nicht erinnern, dass Fragen gestellt wurden, die den genannten Voraussetzungen widersprechen würden.
Wer die genauen Fragen lesen möchte, kann diese bei Aleksander Knauerhase nachlesen, der seine Anfrage veröffentlicht hat.

Grundsätzliche Positionen zu benennen scheint mir im Rahmen der Möglichkeiten, die in den Blogtexten erwähnt wurden, möglich zu sein.

Niemand wollte Namen der Mitglieder der Projektgruppe oder deren persönliche Standpunkte wissen, es ging immer um die Positionen der Gruppe.
Hätten nun die Moderatoren mitgeteilt, dass es genau das noch nicht gibt, also es noch keinen Gruppenkonsens über die einzeln angefragten Punkte gibt, dann wäre das so gewesen und niemand hätte gegen die Regeln der Gruppe verstoßen.

Das zB ich allerdings ein fixes Eckdatum zur Veröffentlichung zweifelhaft finde, ist mein gutes Recht und dass ich dies auch äußere ebenso.

Denn ein fixes Eckdatum, an dem Ergebnisse veröffentlicht werden, hat etwas von „in Stein gemeißelt„. Und dann ist eben jede Chance vertan, weitere Aspekte einzubringen und damit zur Diskussion zu stellen.

Um nochmal auf den Text von Thomas Schneider zurückzukommen,

Gerade weil eine bayerische Autismus-Strategie Vorbildcharakter für weitere Bundesländer und auch eine ggf. kommende bundesdeutsche Autismus-Strategie haben wird,……

er benennt genau meinen Punkt, den ich bereits auf Twitter mehrfach erwähnte und auch hier benannte. Die bayrische Strategie wird nach seiner Einschätzung Vorbildcharakter haben, für einzelne Bundesländer oder gar ganz Deutschland.

Warum dann niemand von „außerhalb“ Fragen stellen dürfte, bzw. warum ich kein Interesse an grundlegenden Positionen der Projektgruppe AutistInnen der Autismus-Strategie Bayern haben darf, erschließt sich mir nicht.

Das dieses, mein persönliches, Interesse nun als Mobbing bezeichnet oder gar in die Ecke der Verschwörungstheorien gestellt wird, weil ich einen Blogbeitrag dazu geschrieben habe, finde ich schon sehr interessant. Glaubt ihr nicht? Bitte schön, hier entlang.

Diverse Blogbeiträge, die als Folge meinen Blogbeitrag hin verfasst wurden, spiegeln m.A.n. eine Außensicht ohne ausreichende Informationen oder sogar gezielte Desinformation wieder ……

Ich habe keinerlei Informationen, als jene die ich auf Nachfragen auf Twitter bekommen habe und/oder die auf dem Blog von Aleksander Knauerhase zu finden sind.
Dementsprechend kann ich nur das hier niederschreiben, über was ich Kenntnis habe oder was ich persönlich geschrieben habe. Genau deswegen habe ich ja Tweets hier verlinkt, damit sich jeder sein eigenes Bild machen kann, was wer wann geschrieben hat.
Das Fragen stellen und Vermutungen äußern, weil es keinerlei vernünftigen Informationsfluss gibt, unter Mobbing fallen würde ist mir im übrigen neu.

Mit Transparenz, die in dem zuletzt verlinkten Blogpost mehrfach erwähnt wurde, hat das nichts zu tun.

Die Zeit, die dafür verwendet wurde lange Blogposts zu schreiben, um Fragesteller in ein schlechtes Licht rücken zu wollen, hätte man auch gerne dafür verwenden dürfen, vernünftige Antworten zu geben.

Nun ja, ich stelle fest, dass anscheinend weder vollumfängliche Partizipation noch reelle Transparenz wirklich gemeint oder gar gewollt waren bzw. sind.

 

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