Hausaufgaben und Mitarbeit

Ein Dauerbrenner unter den Konfliktthemen, gerade für Eltern von autistischen Kindern.

Bei regelbeschulten, autistischen Kindern tritt es häufig auf, denn Lehrkräfte haben selten die Erkenntnis, wie ungenau ihre Arbeitsaufträge oft sind. Und auch Schulbegleiter erkennen oft nicht direkt warum etwas nicht so läuft. Eltern stehen dann vor dem Problem, herauszufinden, was genau da gerade schief läuft.

Bekanntestes Beispiel für mangelnde Mitarbeit, die Lehrkraft sagt der Klasse „nehmt Eure Bücher raus und schlagt Seite xyz auf“. Das autistische Kind nimmt nicht wahr, dass es mitgemeint ist. Hier ist die Schulbegleitung gefordert, dass Kind einzeln aufzufordern. Es braucht gerade in der Grundschulzeit viele dieser einzelnen Aufforderungen, damit es irgendwann generalisiert das „Euch“ im Kontext Klasse alle Kinder der Klasse meint.
An schlechten Tagen ist dieses Wissen aber auch später nicht immer sicher abrufbar.

Dann gibt es bei einigen autistischen Kindern das Problem der Aufgabenstellung. In sprachlichen Fächern kommt häufig die Arbeitsanweisung „berichte aus der Ich-Perspektive“. Meine Jungs hatten da dann immer das Problem, dass es bei zu beschreibenden Situationen um etwas ging, was sie sich für sich selbst nicht vorstellen konnten und wollten und sich alles in ihnen sperrte, darüber in der Ich-Perspektive zu schreiben. Hier wäre ein adäquater Nachteilsausgleich (Informationen zum Nachteilsausgleich hier entlang), eine andere Situation zu wählen / zuzulassen, mit der das Kind sich identifizieren kann. Es sollte ja in einem solchen Fall darauf ankommen, dass das Kind lernt in der Ich-Perspektive zu schreiben und nicht auf die spezielle Situation bezogen. Die Zielgleichheit wird dadurch nicht angegriffen (Informationen zu Zielgleich, Zieldifferent – Binnendifferenzierung hier entlang).

Aufsätze und Nacherzählungen sind ebenfalls ein schwieriges Thema. Bei Nacherzählungen haben mir meine Kinder oft gesagt, dass es Unsinn ist, für die Lehrkraft etwas aufzuschreiben, da diese die zu erzählende Geschichte ja in und auswendig kennt. Diesen Gedankengang zu durchbrechen fällt unheimlich schwer.
Bei Aufsätzen fehlt oft eine Checkliste, was man alles zu beachten hat. Unser Jüngster schreibt leider, trotz Checkliste, sehr spartanisch und hält sich sklavisch an Vorgaben wie z.B. „schreib 3~5 Sätze im Hauptteil“. Auch hier ist viel Geduld und noch mehr Übung gefragt um dies zu erweitern.

Geholfen hat, auch bei Inhaltsangaben, dass ich mich ebenfalls mit dem Text auseinandergesetzt habe. Auch habe ich mit meinen Kindern über die Checklisten diskutiert, geschimpft und versucht diese umzusetzen. Mal haben wir zeitgleich etwas erarbeitet und verglichen, mal habe ich mir Stichpunkte diktieren lassen oder einfach nur gegengelesen.
Das „Diktieren lassen“ ist bitte nicht misszuverstehen. Ich habe mitnichten die Aufgabe meines Kindes erledigt, sondern während es Kreise drehend durch das Wohnzimmer tigerte in Absprache mit ihm einzelne Punkte notiert. Um eben diese Punkte festzuhalten und daran entlang später MIT IHM einen Text zu entwickeln.
Im Schulalltag ist dies schwieriger zu bewerkstelligen, außer natürlich die Schulbegleitung kann mit dem Kind die Klasse verlassen damit die anderen Schüler nicht gestört werden.
Ich habe hier als „Krücke“ fungiert, oder als „Blitzableiter“ (RW) und als Übersetzer.
Ohne die Aufgaben „durchzukauen“ und die Aufgabenstellungen in kleine Häppchen aufzuteilen (um Struktur reinzubringen) lässt sich kaum Routine für die Aufgaben finden.

Nichtautistische Kinder bilden sich selber im Kopf ein abrufbereites Schema, nach dem sie arbeiten.
Viele autistische Kinder brauchen hier visuelle Hilfen.
Dabei gilt aber auch, dass Checklisten sich wandeln können je nach Arbeitsauftrag. Gerade dies zu akzeptieren fällt vielen autistischen Kindern sehr schwer.
Natürlich ist es mit Arbeitsaufwand verbunden, wenn Lehrkräfte hier exakter formulieren sollen. An weiterführenden Schulen wird jedoch gerne mit einem Erwartungshorizont gearbeitet für einzelne Klassenarbeiten. Diesen zur allgemeinen Checkliste umzufunktionieren ist eigentlich nicht besonders schwierig.
Falls die Lehrkraft hier zeitlich zu stark eingebunden ist, kann sie diesen Horizont also an die Schulbegleitung und auch die Eltern weitergeben und auch dem Kind aushändigen (gerne auch laminiert, damit mit einem Folienstift einzelne Punkte abgehakt werden können), damit sich über einen langen Zeitraum so etwas wie Struktur und Routine ausbilden kann.
Falls Lehrkräfte hier ungern ihre Unterlagen weitergeben mögen, kann man beim Hauschka Verlag sehr gute Übungsunterlagen finden.

Metaphern, Redewendungen, Fabeln und auch metaphorische Worte sind ein Problem.

Einmal stehe ich da bei unserem Jüngsten vor dem grundsätzlichen Problem der Wortwörtlichkeit und zum anderen, dass er sich oft selber nicht im Klaren ist, was das Problem an der Aufgabe ist.

In einer Fabel also die Lehre zu finden und auch noch in einem Satz zu definieren ist schwer. Seine Schlussfolgerungen mögen sich für Außenstehende oft witzig lesen, zeugen aber klar davon, dass er die Fabel schlicht nicht verstanden hat.

Um Metaphern gut erklären zu können, nutze ich mittlerweile das Netz. Ich kenne zwar einige, aber lange nicht zu allen ist mir die wirkliche Bedeutung bekannt.
Als hilfreich empfinde ich diese Seite.

Schwieriger wird es bei „metaphorischen“ und in der Umgangssprache eher nicht gebräuchlichen Worten.
Beispiele hierfür sind „schwarzfahren“ oder „liebäugeln“. Um es konkret beschreiben zu können, sind Hilfen aus dem Netz bei uns unverzichtbar.

Selbstverständlich benötigen Hausaufgaben aus diesem Bereich sehr viel Zeit und auch Nacharbeit des Unterrichtes. Die Schulbegleitung sollte hier genau schauen, wo sich Probleme auftun. Wenn möglich sollte sie der Lehrkraft zeitnah vermitteln, dass der autistische Schüler hier mehr Hilfen benötigt. Falls das zeitlich nicht geht, aber zumindest die Eltern informieren, damit sich kein Frust aufstaut.

Waren bei uns die grundlegenden Probleme erstmal geklärt, konnten unsere Kinder wieder arbeiten. Denn die Barriere „unverständliches Wort / unverständlicher Satz“ war ausgeräumt worden.

Denn, solche Kleinigkeiten können tatsächlich den Arbeitsfluss derart stören, dass es von Außen wie Arbeitsverweigerung aussieht.

Was auch extrem störend ist, und bei grobmotorischen Kindern oft zu Problemen führt, wenn zwei A4 Seiten aus einem Arbeitsheft verkleinert kopiert und als Arbeitsauftrag ausgehändigt werden. Einmal ist die Schrift sehr klein, zum anderen sind die Felder zum ausfüllen niemals ausreichend und bei langen Texten ist komplettes abschreiben zu zeitaufwändig.
Da einige Lehrkräfte auch die Rückseiten für Kopien nutzen, kann man Felder auch nicht immer durchnummerieren und auf der Rückseite die einzusetzenden Worte hinschreiben. Wünschenswert ist, dass hier als Nachteilsausgleich in Originalgröße kopiert wird und nicht doppelseitig.
Ebenfalls sehr verwirrend oder sogar störend, wenn doppelseitige Kopien seitenverkehrt kopiert wurden. Denn beim Lochen und Abheften verschwindet IMMER ein Teil der Aufgabe / des Textes.
Ich bin hier schon dazu übergegangen, die Seiten nochmal einzeln zu kopieren, damit mein Jüngster arbeiten konnte.

Nichtautistische Kinder können das vielleicht tolerieren, bei meinen Kindern führt das leider sehr oft dazu, dass sie das arbeiten einstellen. Auch hier, es sieht nur wie Arbeitsverweigerung aus.
Sie können aber tatsächlich nicht mit solchem Material arbeiten, da es zu viele Ressourcen auf einmal kostet.

So geht es in vielen Fächern.

Wer gute Ideen aus dem eigenen Erleben hat und diese teilen möchte, bitte in die Kommentare.
Denn oft sehen wir Eltern und auch die Schulbegleiter und Lehrkräfte „den Wald vor lauter Bäumen nicht“.

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7 Kommentare zu „Hausaufgaben und Mitarbeit“

  1. Puh, dazu weiß ich gar nicht mal so viel. Ich hatte selten solche Verständnisprobleme, vermutlich konnte die Hochbegabung viel ausgleichen und Unverständnis wurde damit auch mehr externalisiert. So waren dann auch Lehrer oder Mitschüler der Meinung, es läge an Aufgaben, wenn was nicht klappte, weil ich ja klug sei. Das Framing war also anders. Jemanden fragen konnte ich ja eh nicht, da war keine SB.

    Metaphern waren nie Probleme, denn ich lese ja seit dem Kindergarten, kannte dann also schon oft jede Bedeutung und ich kann immer noch sehr gut aus dem Kontext verstehen.

    Ich hab irgendwann mit Hausaufgaben mehr oder weniger aufgehört, weil das dann auch keiner mehr kontrollierte und lieber so gelernt, wie ich das besser kann.

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    1. Mittlerweile können Hausaufgaben zur Aufwertung der mündlichen Mitarbeit (SoMi-Note) abgegeben werden.
      Und bis Klasse 9 werden diese auch sehr streng kontrolliert (zumindest an der Schule meiner Kinder).
      Die letzten Jahre hat sich da wirklich viel gewandelt. Je nach Sichtweise zum Vorteil oder zum Nachteil.

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  2. Da mein Sohn ohne Assistenz nicht zur Schule gehen kann (es ist vor ein paar Tagen ein Assistenz gefunden worden, der aber erst nach den Weihnachtsferien anfangen kann, dann war mein Kind bereits vier Monate nicht in der Schule!) habe ich die Arbeitsblätter und Hausaufgaben, die inzwischen dran waren, zur Bearbeitung zuhause bekommen. Wir haben einen dicken Stapel Papierkram rumliegen. Etwa 7 oder 8 der Blätter hat mein Sohn bearbeiten können, mit meiner Unterstützung. Aus den genannten Gründen.
    Da frage ich mich schon auch, ob die Lehrer sich und ihre Tätigkeit wirklich für SO überflüssig und nutzlos halten. Es mag ja sehr lieb gemeint sein, meinem Sohn Material zu geben, damit er nicht so viel Stoff verpasst, aber ehrlich:
    Ohne Erklärungen der Lehrpersonen, die die jeweiligen Zettel ausgeben, ohne den dazugehörigen Unterricht, ohne die Möglichkeit, bei Unklarheiten direkt die Person zu befragen, die bestimmte Antworten auf den Zetteln finden will, ist das doch totaler Murks. Ich habe versucht, ihm einiges zu erklären, und nachdem ich gemerkt habe, dass ich das nicht wirklich kann, hab ich das zunächst auf meinen eigenen Autismus zurückgeführt. Darum habe ich meinen besten Freund und meine Mutter, beide weder autistisch noch unintelligent, die Zettel durchsehen lassen. Die Aufgabenstellungen, die diese beiden Menschen locker verstanden, waren dieselben, die mein Sohn auch ohne Hilfe bereits gelöst hatte. Bei allen anderen Arbeitsblättern waren beide überfragt oder kamen auf sehr unterschiedliche Ideen, was da verlangt wird. Also liegt es nicht am Autismus. Es liegt an der fehlenden Erklärung.

    Die scheinbare Arbeitsverweigerung kenne ich sehr gut, von meinem Sohn und von mir selbst. Bei uns ist das weniger wegen Ausreizung von Ressourcen, sondern eher, weil wir uns keinesfalls Mühe machen wollen, wenn die Aufgabe nicht klar und die Wahrscheinlicheit, dass das Ergebnis dann falsch und der Mühe nicht wert sein wird, groß ist.

    Vielen Dank für den Text, der hat mir sehr gut getan.

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    1. Nicht auf die Schule begrenzt. Aufgaben der Art, dass die Fragestellung reichlich schwammig ist, gibt es potentiell bei jeder Form von Formular. Und es ist gut, wenn jemand daneben steht zum Erklären. Unsere Kirchenzeitung hat sich da auch ein Eigentor geschossen. Sie bewirbt ein Jahresabonnement als Weihnachtsgeschenk und liefert gleich ein Bestellformular mit. Nur blöd, dass ich nicht weiß, wo ich mich als Schenkender und wo ich den Beschenkten eintragen soll. Und ich wette mit euch, dass die dadurch kaum Geschenkabonements loswerden.

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  3. MEINE BEMÜHUNGEN WERDEN VOM JUGENDAMT UND DER DIAKONIE ZUNICHTE GEMACHT – MEIN ENGAGEMENT HAT SICH ( WOHL ) NICHT GELOHNT., WER KANN MIR AUS SEINEN ERFAHRUNGEN- ÜBERTRITT KLASSE 5 -BERICHTEN ??
    Ich bin Grundschullehrerin und arbeite seit 4 Jahren mit einem autistischen Schüler ( Asberger Syndrom).
    Im ersten Schuljahr war es hilfreich, dass die Schulbegleiterin ihm noch einmal sagte, was er nehmen oder machen soll. Somit kann ich bestätigen, dass Autisten mit
    “ ihr, euch,…“ .nichts anfangen können . Er brauchte direkte , kurze Ansagen und zwar im „du“. Das hatte ich schnell erkannt und wandte es auch an, um im direkten Kontakt zu ihm zu stehen, neben seiner SB.
    In seinem Verhalten war er stark in sich gekehrt und hatte einen einzigen Freund. Diesen kannte er vom Kindergarten. Am Ende der 1. Klasse saß die SB bereits abseits und beobachtend und konnte bei Problemen sofort einschreiten. Diese Arbeitsweise setzten wir auch in der 2. Klasse fort und sobald sich beim Schüler Fragen auftaten, suchte er den Blickkontakt zur SB, welche helfend einschritt, bzw. ihn geschickt zur Aufgabe zurück brachte. Ich habe ihn während dessen immer wieder angehalten, mir sein Problem mitzuteilen, um ihn nicht zu lange im Abseits der Klasse stehen zu lassen und auch unsere Lehrer – Schüler Beziehung- weiter zu vertiefen.
    Das ganze hat funktioniert. Grosse Probleme waren für ihn immer noch plötzliche Veränderungen, Geschehnisse, kleine “ Verletzungen beim Sport. Zu diesem Zeitpunkt haben ihn jedoch Erklärungen schon mehr beruhigt als das Trösten, welches vor allem in der 1. Klasse im Fokus stand. Auch sein Freundeskreis erweiterte sich um einen weiteren Mitschüler.
    Seine positive Entwicklung setzte sich fort, bis seine SB ein Kind bekam. Die neue SB hatte den gleichen positiven Einfluss , jedoch sollte es nicht bei ihr bleiben. Es folgte innerhalb eines Schulhalbjahrs ein mehrfacher Wechsel des SB. Das hing mit dem JUGENDAMT und einem Autist aus der Nachbarklasse źusammen. Dessen Mutter hatte an jedem SB etwas auszusetzen und das JUGENDAMT gab jedes mal nach, ohne sich auch nur einmal bei mir, bzw. meiner Krankheitsvertretung , zu erkundigen, wie mein Schüler mit dem ständigen Wechsel klar kommt. Bei Nr. 5 sollte es dann endlich bleiben, das war im 2.Halbjahr der 3. Klasse.
    Diese hatte keine pädagogische Erfahrung in diesem Bereich. Sie setzte sich (nach2 Jahren) direkt zum Schüler ( Begründung, sie möchte Kontakt aufbauen ).
    Man konnte ihr als gestandener Lehrer nichts sagen…sie argumentierte ständig gegen meine Vorschläge. Das war für seine weitere Entwicklung nicht von Vorteil.
    Mein Autist nutzte die Situation aus , denn er ist sehr klug. So fand von nun an in der letzten Reihe ein Zweiergespräch statt, auf welches sie sich voll einließ.
    Der Unterricht wurde dadurch sehr gestört, zumal ich integrativ arbeite und noch mehreren originellen Kindern gerecht werden muss. Es war schwierig, ein gutes Arbeitsklima zwischen uns aufzubauen, was meines Erachtens nach sehr wichtig ist.
    Ich habe die Situation dann so hingenommen.
    Nach den Ferien entwickelte sich mein Autist prächtig und die SB nahm sich endlich zurück und ging in die Phase, wo seine 1. SB schon nach 2 Schuljahren war. Das war im Oktober 2018. So unterbreitete ich dem JUGENDAMT den Vorschlag, die SB Stunden zu kürzen. Mein Autist kam in allen Bereichen super alleine zurecht, ich wollte ihn optimal auf den Übertritt in die 5. vorbereiten. Auch im Sport ging es aufwärts. Ich unterrichte seit der 4. die Klasse selbst. Die Mutter war mit meinem Vorschlag einverstanden, da sie in meine Arbeit und Kompetenz volles Vertrauen hat und an der Selbständigkeit ihres Kindes interessiert ist.
    Doch da machte mir das JUGENDAMT und die DIAKONIE einen Strich durch die Rechnung. Das ginge erst zum Halbjahr. Mir war das viel zu spät.
    Die Mitarbeiterinnen informierten die SB und von nun an ging alles von vorne los. Sie betutelte meinen Autist in jeglicher Situation. Offenbar gab es auch mit ihm hinterrücks eine Absprache, denn auf einmal fing er an ,sich ständig an Sie zu wenden und der Unterricht wurde zudem rücksichtslos durch sie gestört.
    Mir tat sich die Frage auf, warum diese Ämter die Entwicklung des Kindes hemmen wollen. So setzte ich den Schüler in die 1. Reihe, damit er sich voll auf meinen Unterricht konzentrieren könnte.
    Erst im Dezember fand meinerseits ein Gespräch mit der DIAKONIE statt. Man sagte mir, die SB hätte einen Jahresvertrag mit der Diakonie und da könne man nicht so einfach kürzen…..
    Seit dem nahm die SB sich wenigstens zurück .
    Im Sportunterricht hat er sehr große Erfolge erzielt. Er hat Spaß an der Bewegung, hat den Ausdauerlauf geschafft, beim Hindernisturnen anstandslos, nachdem er sich das Geschehen anschaute, alles bewältigt ( hangeln, klettern, rollen, springen..) und auch beim Gerätturnen ist er völlig dabei.
    Nun fand wieder das Lernentwicklungsgespräch statt. Natürlich wurde mein Vorschlag niedergeschmettert, denn mittlerweile sehe ich keinen Bedarf mehr und die Mutti stimmte mir zu. Die Damen , die sonst nur auf dem Bürostuhl sitzen, und eine SB ohne pädagogische. Erfahrung haben die Muuti meines Autisten eingeschüchtert, dass das nicht gut sei für ihn und er auch für den Übertritt an das Gymnasium auf den SB angewiesen sei.
    Ich habe eine 40jährige Berufserfahrung, zeige ein großes Engagement, würde niemals eine Einschätzung treffen, die sich negativ auf einen meiner Schüler auswirkt.

    WER HAT ERFAHRUNGEN MIT AUTISTEN, DIE SICH SO TOLL ENTWICKELT HABEN UND OHNE SCHULBEGLEITER AN DAS GYMNASIUM WECHSELTEN..??? DANKE

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    1. Gerade beim Wechsel auf eine neue Schule würde ich die SB mitnehmen.

      Es ist zu beachten, dass es ein komplett anderes System ist, als eine Grundschule.

      Raumwechsel, wechselnde Fachlehrer, Vertretungsunterricht bei unbekannten Lehrkräften sind da wichtige Punkte.

      Am besten ist es, hier eine SB mitzunehmen, die das Kind bereits gut kennt und sieht, wie schnell es sich aklimatisiert und mit all den verschiedenen Gegebenheiten gut umgehen kann.
      Auch ist der Schulweg mit hoher Wahrscheinlichkeit ein anderer sein wird und der autistische Schüler hier auf neue Herausforderungen treffen wird, darf man nicht unterschätzen.

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